Titel: Das ‚Ja, … und‘-Prinzip. Improvisation bei Rupturen in Dyadischer Interaktion
Stefan Pfänder erweitert die Analyse von Interaktion als verkörperte, dynamische Koordination.
Interaktion ist:
• verkörpert
• zeitlich koordiniert
• situativ emergent
Bedeutung entsteht nicht allein sprachlich, sondern im Zusammenspiel von:
• Prosodie
• Timing
• Bewegung
• räumlicher Orientierung
Zentrale Konzepte:
• Agency als relationales Phänomen (Handeln ist weder rein aktiv noch passiv)
• Partizipation als inkrementelles Phänomen (Beteiligung wird hergestellt, nicht vorausgesetzt)
Störungen („Rupturen“) sind konstitutiv: Sie erfordern Reparatur und machen die Koordinationsleistung sichtbar.
Improvisation erscheint hier als: praktische Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Koordination unter instabilen Bedingungen
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Literatur und weiterführend:
Die im Vortrag entwickelten Überlegungen sind ausführlich dargestellt in:
Pfänder, Stefan (2026): Improvisation im Gespräch. Kommunikative Herausforderungen multimodal meistern. Stuttgart: Kröner, erschienen am 20.03.2026.
https://kroener-verlag.de/books/improvisation-im-gespräch.html